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Minarettinitiative: 10 Fragen - 10 Antworten
Ist der Islam gefährlich für die Schweiz?
«Der Immigrant muss über die Ängste des Nationalisten la-chen, der sich vor Infektion, Penetration oder Vermischung fürchtet, weil dies alles Kleinigkeiten, peanuts sind, im Ver-gleich zu dem was der Einwanderer fürchtet – nämlich Auflö-sung, Verschwinden.»
Zadie Smith
Es gibt Stimmen, die behaupten, die muslimische Bevölkerung in der Schweiz wolle den Rechtsstaat aushebeln, die Demokratie abschaffen und einen islamischen Religionsstaat mit Scharia-Recht einführen. Obwohl es dafür in der Schweiz keine Anhaltspunkte gibt, verfehlt die realitätsfremde Rhetorik ihre politische Wirkung nicht: Immer mehr Menschen fürchten sich vor dem Islam, vor Menschen aus der arabischen Welt oder vor ausländischen Mitbürgern überhaupt.Die Ängste beruhen auf einem falschen Verständnis von der Schweiz als einem modernisierungsresistenten, abgekapselten Land in einer Welt gegeneinander abgeschotteter Nationalstaaten und mit einer homogenen Einheitskultur. Ein solches Land hat es nie gegeben. Erst recht widerspricht das Bild aber der Geschichte und dem Selbstverständnis der Eidgenossenschaft. Diese ist gekennzeichnet durch den freiwilligen Zusammenschluss eigenständiger und heterogener Grössen. Die globalisierte Welt, in der Menschen, Kulturen und Religionen immer näher zusammenrücken, präsentiert im Kern das Modell einer globalen Schweiz, in der Landesrecht durch weltweit geltende Menschenrechte und Völkerrecht ergänzt wird.
In dieser globalisierten Schweiz müssen nur die Menschen Angst haben, denen ein Ort verweigert wird, an dem sie heimisch werden können.
...nächste Frage: Was sagt die Kirche zum Umgang mit Menschen anderer Religionen?
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