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ÖRK-Vollversammlung Porto Alegre 2006 | ÖRK-Vollversammlung Porto Alegre 2006

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ÖRK-Vollversammlung Porto Alegre 2006

14. – 23. Februar 2006



Der Ökumenische Rat der Kirchen trifft sich alle sieben Jahre zu einer Vollversammlung aller seiner 347 Mitgliedkirchen. Die nächste Vollversammlung findet im Februar dieses Jahres in Porto Alegre (Brasilien) statt. Das Leitthema ist dabei: «In Deiner Gnade, Gott, verwandle die Welt.» Zum ersten Mal in der Geschichte der Vollversammlungen wird die Überzahl der nichteuropäischen und nichtnordamerikanischen Mitgliedkirchen sehr deutliche Akzente in der Programmplanung der zukünftigen Arbeit des ÖRK und auch in der Bestimmung von Verfahrensfragen (etwa in der Entscheidungsfindung) setzen. Das Konsensverfahren, das zum ersten Mal an einer Vollversammlung zur Anwendung kommt, ist ein Beispiel dafür. Andere Beispiele sind die starke Betonung von gemeinsamen Feiern, Erleben, Gebet und gottesdienstlichen Veranstaltungen. Zwei wichtige Dokumente werden von der Vollversammlung bestätigt werden. Das erste – «Alternative Globalisierung im Dienst von Menschen und Erde? AGAPE – Ein Aufruf zur Liebe und zum Handeln» – beschäftigt sich wegweisend mit der Problematik der Globalisierung. Das zweite Dokument – «Berufen, die eine Kirche zu sein» – ist eine Selbstverpflichtung der Kirchen, ihre Suche nach Einheit zu erneuern und den Dialog untereinander zu vertiefen, um den sich wandelnden Realitäten der Ökumene und der Welt gerecht zu werden. Eine angepasste Ekklesiologie (Lehre von der Kirche) und ein erneuertes Konzept von Ökumene sind dafür nötig.

Der SEK nimmt mit einer vierköpfigen Delegation, bestehend aus Pfr. Thomas Wipf (Präsident Rat SEK), Prof. Dr. Christoph Stückelberger (Leiter Institut für Theologie und Ethik) und Lilian Studer-Senn (HEKS), an der Vollversammlung teil. Neben der Delegation besuchen auch über fünfzig Schweizerinnen und Schweizer aus den SEK Mitgliedkirchen, den kirchlichen Werken, den Missionen und aus kirchlichen und ökumenischen Frauenorganisationen die Veranstaltung.

Der SEK will seine Positionen und Anliegen in die aktuellen Diskussionen der Ökumene ein-bringen, so in die Globalisierungsdebatte und in die Planung der Strukturen und Programme des ÖRK. Er wird gerne zusammen mit den anderen Mitgliedkirchen des ÖRK sein Engagement in der Ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt erneuern und an der Dis-kussion zur Wasserproblematik teilnehmen.

Delegation

  • Pfr. Thomas Wipf, Präsident des Rates SEK
  • Prof. Dr. Christoph Stückelberger, Leiter Institut für Theologie und Ethik
  • Lilian Studer-Senn, HEKS



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