Loading
Agrarpolitik
Apartheid
Armenien
Ausschaffungsinitiative
Bekenntnisse
Bildung
bulletin
Bullinger
Calvin
Charta Oecumenica
China-Reise
Dekade zur Überwindung von Gewalt
Diakonie
Energieethik
Evangelisch-Jüdischer Dialog
Finanzanalyse Kirchen (FAKIR)
Finanzkrise: Faires Haushalten
Forschung am Menschen
Frauen
Freiwilligenjahr
Gender
Gleichgeschlechtliche Paare
Globalance
Grundwerte
Islam
Israel – Palästina
Japan
Kirche und Tourismus
Kirchentag
Kirchenumnutzung
Kriegsmaterialexporte
Liturgie
Menschenrechte
Migration
Minarettinitiative
Mittlerer Osten
Offene Kirchen
Open Forum Davos
Ordination
Personenfreizügigkeit
Rat der Religionen
Rechtliches und Reglemente
Reformationssonntag
Rückführungsmonitoring
SchöpfungsZeit
Sonntag schützen
Sozialzeitausweis
Spitzenlöhne
Stammzellenforschung
Sterbehilfe
Steuergerechtigkeit
Taufe
Verfassungsrevision
Verlässlich geöffnet
Waffengewalt
Wasser
Wiedertaufe
Zivildienst
Übersicht
Gesamte Themenliste
Waffengewalt: 10 Fragen - 10 Antworten
Warum engagieren sich die christlichen Kirchen für die Überwindung von Gewalt?

Im Zentrum der christlichen Botschaft steht das anbrechende Gottesreich, dessen Vollendung in der Bibel als ewige Friedensherrschaft beschrieben wird. Für Christen sind irdische Friedensverhältnisse stets vorläufig und relativ. Aber die Wirklichkeit des Handelns Gottes in der Welt zeigt sich genau in diesen Anfängen und in dem Bemühen, Gewalt zwischen Menschen und Gewalt gegenüber der Natur zu überwinden. Deshalb geben sich Christen nicht mit der Eindämmung von Gewalt durch Gewalt zufrieden. Ein Zustand, in dem Gewalt nur durch Androhung grösserer Gewalt in Schach gehalten werden kann, hat mit Frieden wenig zu tun. Situationen, in denen Sicherheitsinteressen und Gewaltanwendung gegeneinander abgewogen werden müssen, können nicht friedliche Verhältnisse hervorbringen.
«Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden.» (Dietrich Bonhoeffer). Diese Haltung ist nicht naiv, sondern weitsichtig. Der häufig erhobene Vorwurf gegen christliche Friedensvorstellungen beruht auf einem Missverständnis. Christen ignorieren nicht die Realität von Gewalt. Im Gegenteil, sie wissen sehr genau um die Wirklichkeit des Bösen in der Welt. Aber sie wissen deshalb auch, dass dieser Realität nicht mit einer Gewalt beizukommen ist, die nur solange das Gefühl von Sicherheit vermitteln kann, wie sie über die eindrucksvolleren Bedrohungspotentiale verfügt. Sicherheit beruht auf dem Prinzip des Misstrauens. Und Misstrauen steht am Ausgang vieler Formen von Gewalt. Gegen diese Spirale des Misstrauens werben Christen für ein Verständnis von Frieden, der in einer Praxis der Vertrauensbildung und des Vertrauens zwischen den Menschen gründet.
...nächste Frage: Wo steht der SEK?
Druckversion



